Akutmaßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie:

Um die Behandlung der Corona-Erkrankten zu gewährleisten, braucht es eine sofortige Aufrüstung des Gesundheitsbereichs. Dazu gehört die Schaffung von neuen Intensivstationen und das Bereitstellen aller notwendigen Geräte und Materialien zur Behandlung der PatientInnen und zum Schutz des Personals.

Zur Krisenbewältigung muss auf die Infrastruktur der Privatkrankenhäuser zugegriffen und diese unter öffentliche Kontrolle gestellt werden. Bei einem Mangel an Krankenzimmern können Veranstaltungszentren und Hotels zu Bettenstationen umfunktioniert werden. Betriebe, welche die Möglichkeit haben, sollen ihre Produktion auf Corona-Tests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung umstellen und zum Selbstkostenpreis abgeben.

Es braucht eine unmittelbare Mobilisierung von Pflege- und Hilfspersonal. Pflegekräfte, die nicht mehr im Beruf sind, müssen für die Bewältigung der Krise gewonnen werden. Sie sind von ihren aktuellen Berufen freizustellen und dürfen dadurch keine Benachteiligung erleiden. Vor allem der durch Sparmaßnahmen verschuldete Personalmangel und die ständige Überbelastung schon ohne Corona macht seit langem den Beschäftigten in der Pflege zu schaffen und hat umgekehrt wiederum dazu geführt, dass viele diesen Berufen den Rücken gekehrt haben. Um die Berufe attraktiver zu machen und Anerkennung für die Arbeit in der aktuellen Krise zu zeigen, soll eine Sofortzulage von 500 Euro monatlich eingeführt und die Arbeitszeit mindestens auf 35 Wochenstunden bei festen und gesicherten Schichtplänen reduziert werden. Diese Sofortmaßnahmen müssen nach Bewältigung der Krise in dauerhafte Gehaltserhöhungen und weitere Arbeitszeitverkürzungen überführt werden. Das Gesundheitspersonal muss alle notwendigen Schutzausrüstungen und Sicherheitsvorkehrungen zur Verfügung gestellt bekommen. Für diese Maßnahmen müssen Milliarden zur Verfügung gestellt werden, es darf keine Beschränkung der Ausgaben geben.

Zur Bekämpfung des Corona-Virus braucht es zentralisiertes Vorgehen. Durch flächendeckenden Einsatz von Tests (die natürlich gratis sein müssen) und das Aussetzen aller nicht notwendigen sozialen Kontakte kann das Virus isoliert werden. Generell muss der Zugang zu Behandlungen und zu allen Bereichen des Gesundheitsbereichs wieder kostenlos werden und die Mehrklassenmedizin abgeschafft werden. Jenen Menschen, die über keinen Wohnraum verfügen oder in zu beengten Verhältnissen leben, müssen Unterkünfte zur Verfügung gestellt werden, das gilt sowohl für Wohnungslose als auch für Asylwerber*innen in überfüllten Quartieren. Auch dazu können Hotels, leerstehende Wohnungen und Spekulationsobjekte herangezogen werden.

Zur Entwicklung eines Impfstoffes braucht es koordinierten wissenschaftlichen Austausch, statt des getrennten Forschens von 27 Unternehmen in Konkurrenz zueinander. Internationale WissenschaftlerInnen müssen sich an der kollektiven Erforschung beteiligen können, ohne durch die privaten Interessen von Pharmakonzernen gehemmt zu werden. Daher müssen die Pharmakonzerne und ihre Vermögen verstaatlicht werden, um die Entwicklung und kostenlose Verbreitung eines Impfstoffes zu ermöglichen.

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