Editorial: Corona-Virus, Flucht, Börsencrash – kapitalistische Krisen

Die Ereignisse überschlagen sich. An den EU-Grenzen wird mit vereinten menschenfeindlichen Kräften die Festung Europa „gesichert“. Die Polizei schießt scharf auf MigrantInnen, Faschisten machen Jagd auf NGOs, JournalistInnen und ankommende Flüchtlinge.

Der Corona-Virus ist zum bestimmenden Thema geworden. Das öffentliche Leben wurde eingeschränkt, plötzlich ist zuvor undenkbares möglich. Gesetzesänderungen, Hochschulschließungen, Konjunkturpakete. Mit solchen Anstrengungen wären Klimawandel, Hilfe für Flüchtende und Pflege von Alten und Kranken locker zu bewältigen.

Die Einbrüche an den Börsen zeigen die Instabilität der kapitalistischen Wirtschaft. Die Staaten eilen sofort zur Hilfe – mit Steuergeldern der Arbeitenden. Gewerkschaftsführungen leisten Komplizenschaft, damit die Unternehmen unbeschadet davonkommen. Dabei zeigen uns alle aktuellen Erfahrungen, dass der Kapitalismus selbst das Hindernis bei der Lösung unserer Probleme ist – und sein Sturz notwendig für ein gutes Leben.

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