5. Konferenz der RSO

Am 29. und 30. Januar 2011 fand in Wien die 5. Konferenz der RSO statt. Im Zentrum der Diskussionen standen die Entwicklung unserer Organisation und die weiteren Aufbauperspektiven. Ein kurzer Bericht.

RSO-GenossInnen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und England sind an diesem Wochenende zusammengekommen, um gemeinsam zu bilanzieren und zu planen. Wir haben uns ausführlich Zeit genommen, Erfolge im Organisationsaufbau ebenso zu besprechen wie Probleme und mögliche Verbesserungen. Wir haben diskutiert, wohin sich die RSO entwickeln soll und welche Maßnahmen wir dazu brauchen.

Am stärksten ist die RSO weiterhin in Wien, wo wir vier Gruppen haben. Positiv bilanziert haben wir die Arbeit der beiden Betriebsgruppen. Die 2010 neu eingerichtete Jugendgruppe der RSO-Wien hat sich innerhalb eines Jahres sehr gut entwickelt, ist zu einer sehr lebendigen Struktur geworden und hat durch die Gewinnung etlicher SchülerInnen zu einer weiteren Verjüngung der Wiener Ortsgruppe beigetragen.

In Berlin besteht die RSO weiterhin aus zwei Gruppen: einer Betriebs- und einer Jugendgruppe. Die meisten GenossInnen in Berlin sind sehr jung. Die Anzahl der RSO-Mitglieder hat sich in Berlin im letzten Jahr deutlich erhöht. Die vor einem Jahr noch sehr neuen RSO-Strukturen konnten seitdem sehr gut stabilisiert werden. In Zürich haben wir weiterhin eine Gruppe, die gleich stark ist wie vor einem Jahr.

Ingesamt konnten wir den Kaderkern von sehr engagierten AktivistInnen ausbauen, das politische und Engagementniveau anheben, etliche neue GenossInnen integrieren und vor allem die Organisation verstärkt auf die ArbeiterInnenklasse orientieren. Gleichzeitig waren auch einige GenossInnen überlastet und wir haben bilanziert, dass wir teilweise zu viele Dinge gemacht haben. In der Konsequenz wollen wir uns im nächsten Jahr auf einige Bereiche konzentrieren; andere Dinge sollen demgegenüber zurücktreten.

Als zentrale Aufgaben haben wir definiert: 1) eine umfassende Kaderausbildung, also politisch-inhaltlich, organisatorisch, propagandistisch und in Hinblick auf die persönliche Haltung, 2) eine Vertiefung der Ausrichtung auf die ArbeiterInnenklasse und damit einerseits die Verstärkung der Interventionen in Großbetrieben und andererseits die Intensivierung von persönlichen und organisatorischen Beziehungen mit Teilen der Klasse, 3) das Gewinnen von neuen Mitgliedern, wobei es nicht in erster Linie um eine große Anzahl geht, sondern um Mitglieder mit einer festen Überzeugung von unserer Ausrichtung und mit einem starken und stabilen Engagement, 4) das intensivierte Zusammenwachsen der RSO-Mitglieder in den verschiedenen Ländern, 5) genügend Raum für interne Diskussionen, um die Organisationsentwicklung ständig zu reflektieren und weiter voranzubringen, 6) im Bereich der inhaltlich-theoretischen Beschäftigung steht die Weltlage im Zentrum, also die Einschätzung der Krise ebenso wie die Klassenkampfentwicklung in Europa oder der „Aufruhr“ in der arabischen Welt.

In Wien werden wir die politische Arbeit in den Großbetrieben mit unseren beiden Betriebsgruppen fortsetzen. Die Jugendgruppe wird weiter von AHS- und Berufschulen intervenieren. Die Unigruppe der RSO Wien haben wir aufgelöst; stattdessen werden wir mit den daraus entstehenden personellen Ressourcen eine neue Gruppe bilden, die zusätzlich in Teilen der proletarischen Jugend für unsere politischen Positionen werben wird.

In Berlin werden wir die Arbeit der beiden Gruppen fortsetzen, systematisieren und teilweise neue Interventionsfelder angehen. In Zürich werden wir eine verstärkte Arbeit im Jugendbereich starten. Insgesamt haben wir auch neue Strukturen geschaffen, die der gewachsenen Organisation und ihren Aufgabenbereichen gerecht werden sollen.

Die Konferenz endete mit der Wahl der Leitungsstrukturen und dem Singen der Internationale.

Leitung der RSO

 

 

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