Veranstaltung in Wien: Venezuela – Widersprüche des “bolivarischen Prozesses”

Der venezolanische Präsident Chavez spricht von einem "Sozialismus des 21. Jahrhunderts", gleichzeitig bleiben die kapitalistischen Verhältnisse aufrecht. Während Anfang des Jahres die Verfahren gegen die rechten Putschisten aus dem Jahr 2002 eingestellt wurden, gibt es immer wieder staatliche Repression gegen die ArbeiterInnenbewegung: so zum Beispiel Polizeiübergriffe gegen ErdölarbeiterInnen und die Entlassung des bekannten Gewerkschaftsaktivisten Chirino aus dem staatlichen Erdölkonzern PDVSA.

Im März 2008 ging die "bolivarische" Nationalgarde mit Schlagstöcken und Gummigeschoßen gegen die streikenden ArbeiterInnen des Stahlwerkes SIDOR vor. Unter dem Druck der Streiks kündigte die Regierung Chavez aber nun eine Wiederverstaatlichung von SIDOR an.

Die neue, von Chavez initiierte Partei PSUV wurde als Instrument für den Sozialismus angekündet. Wie aber sieht die Entwicklung dieser Partei tatsächlich aus? All diese und andere Aspekte und Fragen wollen wir auf unserer Veranstaltung diskutieren.

Der Referent Wladek Flakin ist Mitglied der unabhängigen Jugendorganisation REVOLUTION in Berlin (mit der die RSO zusammenarbeitet). Er war zuletzt drei Wochen in Venezuela, hat das bestreikte SIDOR-Werk besucht, mit GewerkschaftsaktivistInnen wie Chirino diskutiert und an Versammlungen der PSUV teilgenommen.

Eine Veranstaltung der RSO Wien

Mittwoch, 7. Mai 2008, 19:00 Uhr
Amerlinghaus, Stiftgasse 8, 1070 Wien
(Nähe U2/U3 Volkstheater)

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