Bush beisst sich die Zähne aus – Der Widerstand im Irak ist auf dem Vormarsch

Bis zu 20 Anschläge täglich gibt es laut einem US-Sprecher im besetzten Irak. Wenn Medienberichten Glauben geschenkt werden kann, sind bereits mehrere hundert US-SoldatInnen an den Folgen dieser Attentate oder bewaffneter Konflikten gestorben.

Dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush steht das Wasser bis zum Hals. Die nicht enden wollenden Anschläge auf seine SoldatInnen im Irak machen sich inzwischen in der amerikanischen WählerInnengunst bemerkbar. Die Moral der Truppen vor Ort sinkt ebenfalls – laut der Umfrage einer US-Armeezeitung unter im Irak stationierten SoldatInnen empfinden 49% die Moral der Truppe als schlecht; nur noch 16% sind der Meinung, dass die Stimmung gut sei. Ein Drittel erklärte, dass ihr Einsatz im Irak keinen Sinn mache.

Da sich die Lage im Irak noch immer nicht beruhigt hat, ändert die amerikanische Regierung nun ihre Strategie. So bemüht sich Bush, Deutschland, Russland und Frankreich wieder zu sich ins Boot zu holen. Die USA scheinen für die militärische Unterstützung anderer Länder nun auch bereit zu sein, ein Stück vom Ölkuchen an die anderen imperialistischen Staaten abzugeben, bevor sie alles verlieren.

Die US-amerikanische Führung scheint vor Beginn des Krieges darauf spekuliert zu haben, dass nach dem Sturz des im eigenen Landes verhassten Diktators Saddam Hussein die von diesem massiv unterdrückten SchiitInnen mit den GI´s kooperieren würden. Doch gerade diese hauptsächlich im Süden des Irak ansässige Bevölkerungsgruppe spielt beim Widerstand gegen die Besatzungstruppen die größte Rolle. Schiitische Prediger rufen bei den Freitagsgebeten immer wieder zu Demonstrationen und zum Widerstand auf und fordern die Errichtung eines Gottesstaats nach iranischem Vorbild mit der islamischen Gesetzgebung Scharia als Grundlage.

Wer sich jetzt allerdings aus Angst vor einem islamischem Gottesstaat gegen den Abzug der imperialistischen SoldatInnen ausspricht, macht den Bock zum Gärtner (und vergisst, dass die andauernde Präsenz der Besatzungsarmee Wasser auf die Mühlen der FundamentalistInnen ist). Schließlich sind die USA, aber auch Frankreich, Großbritannien, Deutschland und viele andere Staaten dafür verantwortlich, dass die islamischen FundamentalistInnen nun mehr eine der stärksten Strömungen im Land sind. Während des kalten Krieges kamen dem CIA die seit den 50er Jahren langsam wachsenden islamisch-fundamentalistischen Bewegungen gerade recht im Kampfe gegen die "gottlose" Sowjetunion. Auch Saddam Hussein konnte in den 70er Jahren die irakische Linke, darunter tausende KommunistInnen, mit Billigung der imperialistischen Staaten umbringen.

Es gilt nun, diese Strukturen wieder aufzubauen und so eine tatsächliche Alternative zu islamischem Fundamentalismus und imperialistischer Aus-beutung anzubieten.

 

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