Kampagne für Aris Seirinidis geht voran

 Vor 10 Tagen hat die RSO mit dem Aufruf zur Freilassung des griechischen politischen Gefangenen Aris Seirinidis gestartet. Seitdem haben schon sehr viele Leute unterschrieben – darunter auch die deutsche Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (DIE LINKE). Eine Zwischenbilanz der bisherigen Kampagne.

Mit welchen skandalösen Methoden Polizei und Justiz in Griechenland versuchen, einen missliebigen antikapitalistischen Aktivisten wegzusperren und mundtot zu machen, haben wir gezeigt . Der Prozess gegen Aris soll nun am 11. April fortgesetzt werden. Davor wird das griechische Solidaritätskomitee mit den Unterstützungserklärungen, die wir im deutschsprachigen Raum bisher zusammenbekommen haben, an die mediale Öffentlichkeit gehen.

Politische Organisationen und Interessensvertretungen

In Deutschland unterstützt die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke (DIE LINKE) die Forderung nach der Freilassung von Aris. In Österreich stellte sich die KPÖ als Partei hinter die Kampagne.

Auch aus dem SPÖ-Bereich kommt einige Unterstützung, so zum Beispiel von Max Wallner, SPÖ-Gemeinderatsabgeordneter in St. Pölten und Verbandssekretär der Sozialistischen Jugend. Ebenfalls unterschrieben hat Natascha Strobl, die Vorsitzende des VSStÖ-Wien. Und auch die Funke-Strömung in SPÖ/SJ sowie AktivistInnen der Marxist*in-Strömung in der SJ unterstützen den Aufruf für Aris.

Aus dem Bereich der unabhängigen linksradikalen Organisationen und Strömungen sind es natürlich die RSO-Formationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die hinter der Kampagne stehen. Dazu kommt die Strömung um die Zeitschrift Perspektiven sowie Willi Eberle als Vertreter der Antikapitalistischen Linken (ALS) der Schweiz.

Aus dem Bereich der Interessensvertretungen kommt folgende Unterstützung für Aris: Thomas Kerschbaum (Vorstandmitglied der Unabhängigen GewerkschafterInnen und Mitglied des Bundespräsidiums der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, GdG), Lukas Neißl (stellvertretender Vorsitzender der GPA-Jugend) sowie die Studienrichtungsvertretung Politikwissenschaft an der Universität Wien.

Unis, Kultur und Sport

Auch Universitätsprofessoren unterstützen die Kampagne für Aris, so zum Beispiel Thomas Sablowski von der Universität Frankfurt/Main und Ulrich Brand von der Universität Wien. Dasselbe gilt für Christina Pawlowitsch (Paris School of Economics) oder den liberalen Publizisten Gerhard Oberschlick.

Aus der Kunstszene haben bisher die beiden Kabarettisten Leo Lukas und Simon Pichler den Aufruf unterschrieben. Ebenso Gian-Andri Casutt, der Herausgeber des Schweizer Fußballmagazins ZWÖLF.

Zu den Genannten kommen viele andere Einzelpersonen, die entweder den Aufruf online unterschrieben haben oder uns per Mail oder persönlich ihre Unterstützung mitgeteilt haben.

Die Liste derjenigen, die den Aufruf für die Freilassung von Aris bisher unterstützt haben, haben wir gestern Abend nach Athen weitergeleitet. Die Kampagne geht aber weiter. Ihr könnt weiter hier unterschreiben oder uns eure Unterstützung auf andere Weise mitteilen. Und sagt doch auch Freunden oder Bekannten bescheid!

Wir versuchen, die internationale Solidaritätskampagne auch über den deutschsprachigen Raum hinaus auszuweiten. Zu diesem Zweck hat Johannes Wedekamp unseren Artikel zu diesem Fall ins Englische übersetzt . Wir freuen uns über Weiterleitungen.

Unser Dank gilt all jenen, die den Aufruf für die Freilassung von Aris unterstützt haben, und natürlich besonders denen, die zur Verbreiterung der Kampagne beigetragen haben und noch beitragen.

Es lebe die internationale Solidarität der revolutionären Bewegung! Freiheit für Aris und alle anderen Gefangenen des Klassenkampfes!

Zum Weiterlesen zur Geschichte der ArbeiterInnenbewegung und Linken in Griechenland:

Revolution und Konterrevolution in Griechenland

Revolution und Konterrevolution in Griechenland
Entwicklung von Klassengesellschaft und Arbeiter/innen/bewegung in den letzten 100 Jahren. Griechische Linke zwischen Repression, Revolte und europäischer „Normalisierung“, Marxismus Nr. 25, Juli 2005, 2. Auflage März 2010, 590 Seiten
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