Der ehemalige FPÖ-Vorsitzende von Niederösterreich, Ernest Windholz, hat am 11. Juni 2004 in Bad Deutsch-Altenburg/NÖ den jungen Antifaschistischen Dieter Reinisch niedergeschlagen. Reinisch, Mitglied der AL-Antifaschistische Linke, wurde dabei verletzt, im Krankenhaus Hainburg wurde eine Kieferprellung diagnostiziert.
Nach einer Protestaktion gegen die FPÖ-Wahl-kampfabschlusskundge-bung für die EU-Wahlen unter dem Titel "Die Stunde der Patrioten" am 11.6.2004 am Wiener Viktor-Adler-Markt fuhr der 18jährige Reinisch mit dem Zug zurück in seinen Heimatort Bad Deutsch-Altenburg. Dort angekommen beschloss er, ein - für ein FPÖ-Fest werbendes - Plakat zu beschmieren. In diesem Moment fuhr der ebenfalls in Bad Deutsch-Altenburg wohnhafte ehemalige FPÖ-Obmann von Niederösterreich und ehemalige Abgeordnete zum niederösterreichischen Landtag, Ernest Windholz, mit dem PKW an ihm vorbei und blieb rasant stehen.
Ernest Windholz wurde einer breiteren Öffentlichkeit durch die Verwendung des SS-Spruches "Unsere Ehre heißt Treue" bei einem FPÖ-Parteitag im Jahr 2000 bekannt. Dieser beschimpfte den Aktivisten mit den Worten "Jetzt hab' ich dich, du Drecksau!", fuhr ihm anschließend gegen die Einbahn nach, sprang aus dem Auto und versetzte ihm zwei Kinnhaken und einen Fußtritt. Reinisch konnte flüchten, Windholz verfolgte ihn aber er-neut und drohte ihm: "Wirst schon sehen, was jetzt mit dir passieren wird!"
Reinisch fuhr anschließend ins Krankenhaus Hainburg, wo eine Prellung im Gesicht diagnostiziert wurde. Daraufhin wurde vom Antifaschisten Anzeige wegen Körperverletzung gegen Windholz erstattet.
Michael Bonvalot, Sprecher der AL erklärt, "Wir werden Dieter Reinisch mit all unseren Möglichkeiten unterstützen, um Windholz zu stoppen. In der Vergangenheit machte Windholz durch die Verwendung von Nazi-Sprüchen von sich reden. Jetzt scheint er zu beginnen, Antifaschisten zu bedrohen und zu verprügeln. Was kommt als nächstes?".
Kommentar der Redaktion
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