Österreich ist ein guter Wohnsitz für betuchte BürgerInnen. Jedenfalls ein viel besserer als Deutschland oder die Schweiz, schrieb die "Presse" und begründete dies mit der niedrigen Endbesteuerung von Kapitalerträgen. Die Reichen werden also immer reicher und die Armen immer ärmer. Deutschland und die Schweiz verlieren für reiche BürgerInnen an Attraktivität, zumindest wenn Österreich zum Vergleich steht. Das haben auch Franz Beckenbauer und Ralf Schuhmacher herausgefunden, beide sind aus gutem Grund Wohnsitz-Österreicher. Müssten in Österreich bei einem Betrag von 10 Mio. Euro in Geld und Wertpapieren bei 400.000 Euro Zinsen 100.000 Euro abgeliefert werden, wären es in der Schweiz 211.000 und in der BRD 202.000. Denn in Österreich werden, seit der "sozialistische" Finanzminister Lacina die niedrige Endbesteuerung von Kapitalerträgen durchgesetzt hat, Einkünfte aus Kapitalvermögen extrem vor Arbeitseinkommen bevorzugt.
Wie gut die SPÖ diese Politik fortsetzt, ist auf Seite drei nachzulesen, wo eine Analyse der nun schon zwei Jahre andauernden Tatenlosigkeit der SPÖ in der Opposition zu lesen ist. Das von einer unsozialen Politik auch die nicht verschont sind, die permanent auf den Straßen Österreichs für unser Leben kämpfen, ist in einer Kritik über die Arbeitsbedingungen des Rettungspersonals in dieser Ausgabe zu lesen.
Wie die arme Bevölkerung in einigen Teilen dieser Welt auf unsoziale Politik reagiert, beschreibt der Artikel über Guerillabewegungen in Kolumbien.
Wer sich über revolutionäre Strömungen in Österreich informieren möchte, kann dies in der Auseinandersetzung mit dem österreichischen Trotzkismus ab Seite 12 tun. Natürlich bieten wir in dieser Ausgabe auch eine Nachbetrachtung der AntiFA-Aktionen der letzten Zeit, an denen die AL maßgeblichen Anteil hatte. Wirtschaftlich setzt sich das Morgenrot in dieser Ausgabe mit ATTAC, James Tobin und der Tobin-Tax auseinander.
Abschließend wünschen wir wie immer viel Spaß beim Lesen und Ausdauer beim Kämpfen.