42% der ÖsterreicherInnen haben gute Meinung vom Sozialismus

Neue Umfrage erschienen

Eine Meinungsumfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS wurde in den letzten Wochen in Österreich relativ breit diskutiert. In dieser Umfrage wurden die Worte und Unworte der ÖsterreicherInnen abgefragt.

Besonders stark abgelehnt wurden demnach „Kernenergie” (69%), „Genforschung” (64%), „Streikmaßnahmen” (61%), „Islamis-mus” (58%), „Osterweiterung” (56%) und „Ausländer” (48%). Ein positives Bild hingegen ergibt sich für „Sicherheit” (82%), „Heimat” (81%), „Ordnung” (81%) und „Stabilität” (78%). Die Ergebnisse scheinen zwar insgesamt (nicht zuletzt unter Betrachtung von Wahlergebnissen) politisch recht plausibel, andererseits heißt es ja bekanntlich, es solle keiner Statistik getraut werden, die nicht selbst gefälscht wurde. Und tatsächlich lässt die Erläuterung anderer Umfragen (die ebenfalls auf www.imas.at veröffentlicht wurden), zumindest den Schluss zu, dass hier manchmal nicht ganz sauber gearbeitet wird. So wurde eine Umfrage im Februar mit dem Titel „Bevölkerung begrüßt Fortdauer der schwarz-blauen Koalition” überschrieben, in der 51% angeben, dass sie dem Satz „Eine rot-schwarze Regierung unter Gusenbauer wäre besser für das Land” entweder „voll und ganz” oder „teilweise” zustimmen (bei Rot-Grün sind es immerhin noch 46%).

Uns interessiert allerdings etwas ganz Anderes. Laut obenzitierter Umfrage finden 42% der ÖsterreicherInnen das Wort „Sozialismus” spontan sympathisch. Nun ist schon klar, dass hier sehr verschiedene und auch sehr diffuse Ideen mitschwingen – dennoch, einen eindeutigeren Auftrag für die Linke, echte sozialistische Ideen in Österreich zu verbreiten, hat es in den letzten Jahren selten gegeben.