ÖGB-Reformkonferenzen: Mitglieder fühlen sich "abgeschasselt"

Stellvertretend für die Meinung vieler KollegInnen dokumentieren wir einen Brief, den Kollegin Brigitta Knotek an den ÖGB geschrieben und uns zur Dokumentation zur Verfügung gestellt hat.

sehr geehrte damen und herren,

ich habe am mittwoch [Anmerkung: 4.10.2006] an der 1. regionalkonferenz in 1150 wien teilgenommen und möchte meinen tiefsten unmut aussprechen. in der derzeitigen situation ist es als frozzelei zu empfinden, wenn dem ögb das wasser bis zum hals steht und eine veranstaltung zur 'neuorganisation' lediglich als alibi abläuft. weder wurde den mitgliedern und interessenten die tatsächliche möglichkeit gegeben, ihre probleme darzustellen noch war irgendein interesse der beiden moderatoren - koll. fritz und koll. ? - festzustellen, sich mit den mitgliedern und interessenten auseinanderzusetzen.

wir wurden abgeschasselt und das angebotene buffet war offensichtlich zum maul-stopfen vorgesehen. es ist schon klar, dass eine grössere reform eine gewisse äussere form braucht, um organisatorisch durchgeführt werden zu können. aber wenn die bürokratie auch in diesem fall wieder die erste und ausschliessliche position einnimmt, brauchen sie sich über weitere austritte nicht zu wundern. es wurde mir auf äusserst präpotente und ignorante weise vermittelt - und mit diesem eindruck stehe ich nicht alleine da, dass unsere anwesenheit eigentlich absolut entbehrlich wäre und wir ziemlich lästig seien.

der leitung des ögb sollte wieder einmal bewusst werden, was basisdemokratie ist, dass diese zu leben und nicht nur zu zitieren ist und dass in einem ögb die mitglieder unentbehrlich sind. und nicht die herrschaften in der führungsetage. ich wäre für eine stellungnahme ihrerseits dankbar. für ein umdenken aber noch mehr!


mfg

b.knotek