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Die derzeit laufende Volksbefragung zur Umwandlung der Mariahilfer Straße (MaHü) in eine Fußgängerzone erhitzt die Gemüter. Handelt es sich um ein ökologisches Vorzeigeprojekt zur Hebung der Lebensqualität oder einen Krieg gegen AutofahrerInnen? Weder noch, meinen wir. Zwar wirft die „MaHü neu“ viele wichtige Fragen auf, die es lohnt zu diskutieren. Dennoch ist sie unterm Strich vor allem ein pseudo-grünes Feigenblatt einer insgesamt verheerenden Stadtentwicklung.

Das Amerlinghaus ist einer der wichtigsten und vielfältigsten Kultur- und Sozialtreffpunkte Wiens. Auch Gruppen, die kein oder wenig Geld haben, haben dort unbürokratisch die Möglichkeit sich zu treffen. Doch immer wieder unternimmt die Stadt Wien den Versuch das Amerlinghaus zu zerschlagen. Durch Streichungen, Unsicherheiten und Verspätungen der ohnehin schon kargen Subventionen ist es dem Amerlinghaus kaum möglich, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Der Fortbestand des Amerlinghauses ist für über 60 Gruppen, Organisationen und Initiativen die Basis für ihre politische, soziale und kulturelle Arbeit.

Kaum eine Debatte wird derzeit in Wien so emotional geführt wie jene um die Parkgebühren. Rot-Grün verteidigen die Ausweitung dieser Massensteuer auf weitere Bezirke, Schwarz-Blau sehen den weltweiten Sieg der Fahrradmafia. Wie aber könnte eine sinnvolle Lösung aussehen?

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.