Der 11. September ist nicht nur der Jahrestag des Anschlages auf das WTC in New York, sondern auch des Militärputsches in Chile. Die Volksfrontregierung von Salvador Allende wurde gestürzt, die von den USA unterstützten Putschisten um Augusto Pinochet errichteten ein Terrorregime gegen die ArbeiterInnenbewegung. Zehntausende wurden ermordet, gefoltert oder vertrieben. Die Ereignisse in Chile 1973 zeigen, wie halbherzige Reformkonzepte, die im Rahmen des Kapitalismus bleiben und den bürgerlichen Staatsapparat unangetastet lassen, in die Katastrophe führen. Wir präsentieren dazu zwei Broschüren.

 

1) Broschüre der Antifaschistischen Linken (RSO-Vorläuferorganisation)

Chile 1973
Der Putsch der Generäle und das Versagen der Regierung Allende
September 2003, 50 Seiten, 2,5 Euro (plus Porto)



Inhalt

1. Die Welt am Ende der sechziger Jahre
2. Chile am Vorabend der Allende-Regierung
3. Die Wahl der Unidad popular
Kasten: Parteienlandschaft zur Zeit Salvador Allendes
4. Präsident mit 36 Prozent
5. Hoffnungen
6. Wirtschaftliche Ernüchterung
7. Das internationales Kapital ist beunruhigt
8. UP weicht zurück, Reaktion marschiert
9. Rätebewegung
10. Allende geht weiter nach rechts
11. Repression gegen die Linke
12. ArbeiterInnen wollen nicht mehr warten
13. Illusionen
14. Der erste Putschversuch
15. Der Putsch
16. Die Ziele des Putsches
17. Rolle der USA
18. Die Folgen des Putsches
Kasten: Militärdiktaturen in Mittel- und Südamerika -
Kasten: Erinnerungen eines chilenischen Trotzkisten an den
19. Der Tribut der chilenischen ArbeiterInnenklasse
20. War eine andere Entwicklung möglich?
Erich Fried, das Einfache
Zeittafel
Chronologie des Putsches



2) Schulungstexte und Materialien Nr. 8 der Arbeitsgruppe Marxismus (RSO-Vorläuferorganisation)

Chilenische Lehren
mit Dokumenten der linken Bewegung in Chile
(Wiederabdruck einer Broschüre von Spartacus-BL aus dem Jahre 1973)

Mai 2006, 58 Seiten A4, 3 Euro (plus Versandkosten)

 

Inhalt:
 
Vorwort (Manfred Scharinger)
 
Chiles revolutionäre Entwicklung – Etappen der Volksfrontkatastrophe
Klasseninteressen bestimmen Stellungnahme zum Militärputsch
Moskau und Peking – proletarischer Internationalismus?
Die Machenschaften des ITT-Konzerns in Chile und anderswo
Die chilenische Revolution im Lichte der bolschewistischen Kriterien
Die Legende von der Neutralität der chilenischen Armee
Ein Agent der Bourgeoisie berichtet über das Schicksal der Firma Fensa in Santiago
Die Argumente der Reformisten gegen die proletarische Revolution
Revolutionäre Avantgarde in Chile
Dokumente:
1. Tendencia Revolucionaria Octubre (TRO): Unsere Differenzen mit dem MIR
2. Aus dem Übergangsprogramm der Vierten Internationale von 1938
3. Interview mit Miguel Enriquez (MIR)
4. Resolution des VS der „Vierten Internationale“ über Chile
5. Leo Trotzki: Nationalisierte Industrie und Arbeiterselbstverwaltung
6. Versammlung eines Comando Comunal vom 15. März 1973


Bestellungen von beiden Broschüren über:
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Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.