Das erste sozialistische Land der Welt? Das müsste jedes Schulkind wissen. Aber das zweite? Das hätte der Autor vor einem Jahr auch nicht gewusst. Das „kleine und mutige Finnland“ (Väinö Linna), Land von HolzfällerInnen und HandydesignerInnen, ist die richtige Antwort. Schon beim Begriff der „finnischen Revolution“ werden die meisten an irgendeine technische Erneuerung von Nokia denken. Doch Finnland hatte eine eigene Rote Armee!

Vor 91 Jahren, im Januar 1918, nahm die finnische ArbeiterInnenklasse die Macht in ihre Hände, um Unabhängigkeit für ihr Land und Gerechtigkeit für seine EinwohnerInnen zu erkämpfen. Die Bourgeoisie schlug mit voller Kraft zurück
– ob finnisch, schwedisch, russisch oder deutsch, sie hielten alle zusammen gegen die finnischen ArbeiterInnen – und ermordeten mindestens 20.000 Rote.Auch wenn das heutige Finnland ein Vorbild sozialer Ruhe zu sein scheint, finden
sich vereinzelt Spuren dieser Vergangenheit. Die meisten FinnInnen, abgesehen von den wenigen KommunistInnen, reden ungern darüber. International ist die finnische Revolution auch unter Linken kaum bekannt. Deswegen geht diese Broschüre der Frage nach, was genau passiert ist. Und vor allem stellt sie die Frage: was können wir als RevolutionärInnen heute daraus lernen?

Wladek Flakin, Turku, den 1. Januar 2009

 

Als der Nordstern rot wurde

Revolution und Konterrevolution in Finnland 1917/1918 :: Marxismus-Sondernummer 29 :: gemeinsam herausgegeben von REVOLUTION (unabhängige Jugendorganisation) und RSO :: März 2009, 44 Seiten A5, 2.5 Euro / 4 CHF

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Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.