Weltlage

An den Börsen herrscht Panik, die Aktienkurse befinden sich weltweit im Fallen. Von Woche zu Woche wird der„schwarze Montag“ ausgerufen. Wieder einmal zeigt sich jetzt eines: Während die IdeologInnen des Neoliberalismus zu Zeiten der wirtschaftlichen Stabilität staatliche Eingriffe in die Wirtschaft verteufeln, werden sie zu Zeiten der kapitalistischen Krise plötzlich zu den stärksten Verfechtern eben dieser.
Weltweit sind mehr als 40 Mio. Menschen HIV-positiv. Rund 25 Mio. davon leben im südlichen Afrika. Im Jahr 2001 haben sich 5 Mio. Menschen mit der Immunschwächekrankheit neu infiziert, davon 90 Prozent in den Entwicklungsländern. In Botswana sind rund 40% der erwachsenen Bevölkerung HIV-positiv, in Zimbabwe 25% und in Sambia und Südafrika rund 20%. In Österreich dagegen leben momentan 844 Menschen, die an AIDS erkrankt sind.
Im September 2000 findet in Prag eine internationale Konferenz des Internationalen Währungsfonds (IWF) statt. Die letzten Treffen von IWF, Weltbank und WTO waren von massiven Demonstrationen und Blockaden begleitet. Und auch für die Konferenz in Prag laufen die Protest-Vorbereitungen schon auf Hochtouren.
Ostasien. Rußland. Lateinamerika. Bereits 40 Prozent der Weltwirtschaft sind von der Krise erfaßt. Gerade Japan und die ostasiatischen Tiger, die so lange als das Modell der Zukunft gepriesen worden sind, hat es schwer erwischt. Die großmäuligen Propagandist/inn/en des Kapitalismus, die Anfang der 90er Jahre das Ende der Geschichte und eine von Marktwirtschaft, Demokratie und Wohlstand geprägte neue Weltordnung verkündet haben, sind ratlos und verlegen geworden. Warum die jetzigen Krisenerscheinungen und ihre verheerenden sozialen Folgen erst der Anfang einer neuen Runde der kapitalistischen Barbarei sind und wer das wie verhindern kann, soll hier skizziert werden.

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