Südafrika

Dies ist die Vorderseite der Betriebsflugblätter, die wir gemeinsam mit der SAS in Berlin verteilen. Die letzten Wochen hatten wir uns nochmal mit dem Tod Mandelas  und dem Geheuchel der bürgerlichen Politiker_innen auseinandergesetzt.
Mit dem Tod Mandelas ist ein bedeutendes Kapitel der südafrikanischen Geschichte zu Ende gegangen. Wir haben uns deshalb entschlossen den Nachruf des Democratic Socialist Movement, der südafrikanischen CWI Sektion, zu übersetzen, dem wir in vielerlei Hinsicht zustimmen.
Man kann nicht über den Tod Mandelas reden, ohne den Rassismus zu diskutieren. Die Art und Weise diese Fragen zu diskutieren, nimmt allerdings im westlichen Raum - und auch in der Linken - schnell problematische Züge an. Ein offener Diskussionsbeitrag zu kolonialen Denkstrukturen in der Betrachtung Nelson Mandelas. Dieser Beitrag entspricht aktuell nicht der mehrheitlichen Position der RSO.

Liebe KlassenkämpferInnen, liebe Klassenkämpfer, zu ihrer Linken in den roten Dressen die ArbeiterInnenklasse Südafrikas, zu ihrer Rechten die nationale Bourgeoisie sowie internationale Konzerne. Der WM-Boom in den Medien verklärt den Blick auf Südafrika, ein Land mit einer langen Geschichte, geprägt von Fremdherrschaft und Apartheid. Hier wenden wir uns den Arbeitskämpfen, dem Aufschrei einer international unterdrückten Klasse zu.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.