Deutschland

In den Kinos läuft der Action-mäßig gemachte "Baader-Meinhof-Komplex". Den Machern des Films geht es erklärtermaßen um die "Zerstörung des Mythos RAF". Wir zeigen hier eine marxistische Einschätzung und Bilanz der RAF-Strategie.

Die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 17. September 2006 wurden von der Linken in ganz Deutschland und auch darüber hinaus mit großem Interesse verfolgt. Der Grund hierfür war insbesondere die Kandidatur der WASG (Arbeit & soziale Gerechtigkeit - Die Wahlalternative), die mit dem Ziel antrat, eine konsequente Politik gegen die vom "rot-roten Senat" (bestehend aus SPD und Linkspartei.PDS) betriebene neoliberale Sozialabbaupolitik zu stellen.

Viele Linke denken oft mit ein wenig Stolz und einem freudigen Lächeln an das Jahr 1968 und die darauf folgenden Jahre zurück. Es war die Zeit der großen StudentInnendemonstrationen und der Friedensbewegung. In dieser Zeit bildete sich aber auch die Rote Armee Fraktion heraus. Von ihr ging später ein Großteil der Gewalt gegen den Staat aus. Mit ihrer Taktik der Stadtguerilla versuchten sie die Revolution herbei zu bomben. Sie wollten die Sprengung alter gesellschaftlicher Ketten, und dem Staat seine „faschistische Fratze herunterreißen“.

Anfang Juni fand im beschaulichen Ostsee-Strandbad Heiligendamm der jährliche Gipfel der G8 statt. Die Oberhäupter der führenden sieben imperialistischen Staaten (USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan und Kanada) und Russlands trafen sich, um die politischen und wirtschaftlichen Ziele der einzelnen Imperialismen zu koordinieren und miteinander abzustimmen. Nebenbei sollte dabei auch noch der Öffentlichkeit ein Bild von nur um das Wohle der Bevölkerung bemühten StaatenlenkerInnen geliefert werden. Auf der anderen Seite des 12,5 Mio. Euro schweren "Sicherheitszauns" kamen zehntausenden Menschen zusammen, um gegen die Veranstaltung zu protestieren. Eine Bilanz der Bewegung.