Deutschland

Am Dienstag, den 12. September traten die nichtärztlichen Beschäftigten des Berliner Universitätsklinikums Charité in einen unbefristeten Erzwingungsstreik, nachdem sich in der Vorwoche 91,18% der Mitglieder der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in einer Urabstimmung dafür ausgesprochen haben.
Am 30. Januar war es so weit, mit den Unterschriften von Manfred Schell, dem Chef der LokführerInnen-Gewerkschaft GDL und von Bahn- Personalvorstand Margret Suckale wurde das Ende eines der spektakulärsten Arbeitskämpfe im Deutschland der letzten Jahre besiegelt.

Seit dem 6. Februar wird in Deutschland im öffentlichen Dienst für die Beibehaltung der 38,5-Stunden Woche gestreikt. Was für BeamtInnen in Deutschland bereits bittere Realität ist, soll nun auch für Tarifbeschäftigte (in Österreich: Beschäftigte unter Kollektivvertrag) gelten.

Rund 4.000 KollegInnen werden ihren Job verlieren, wenn Nokia Mitte 2008 sein Handywerk in Bochum dicht macht. Die Schließung betrifft rund 2.300 KollegInnen, die direkt bei Nokia arbeiten, laut der Tageszeitung "Die Presse" sind zusätzlich in dem Werk rund 500 LeiharbeiterInnen von Randstad und Adecco beschäftigt (nach anderen Angaben sind bis zu 1000 LeiharbeiterInnen im Werk betroffen). Weiters würde die Werksschließung rund 1000 KollegInnen bei Zuliefererfirmen und nochmals 200 Beschäftigte der Deutsche-Post-Tochter DHL betreffen.