Spanien

Sind die Wahlerfolge der spanischen Linken der Beginn eines neuen Aufbruchs in Europa? Im dritten und letzten Teil unseres politischen Reiseberichts aus Spanien geht es um den widersprüchlichen Prozess der Formierung einer neuen Linken.

Bei den spanischen Regional- und Gemeindewahlen am 24. Mai haben diverse neue linke Listen (u.a. Podemos) landesweit einen Erdrutschsieg erringen können. In Barcelona und Madrid stellen sie nun die Bürgermeisterinnen, während die Bürgerlichen vor „Sowjets“ warnen. Über die Hintergründe der Wahlen, die Linke in Spanien und was wir daraus lernen können.

In Madrid hat sich in den letzten Monaten ein breites linkes Bündnis für die Wahl heraus entwickelt, das nun auch höchst erfolgreich war und die Bürgermeisterin stellt. Auch in Barcelona war die Linke bei den Wahlen erfolgreich. Teil Zwei unseres Reisebericht. 

In Spanien sind Ende Juli bei einem Zugunglück 79 Menschen gestorben, ein paar schweben nach wie vor in Lebensgefahr. Die Bahngesellschaft hat die Schuld dem Lokführer zugeschoben – er hat während der Fahrt telefoniert. Letztendlich ist der Zug, nach einer langen geraden Strecke mit über 200 Km/h, nach nur kurzer Bremsung viel zu schnell in die Kurve gefahren und entgleist. Die genauen Umstände sind noch ungeklärt, der Lokführer selber kann sich das Unglück nicht wirklich erklären.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.