Klimawandel, Kapitalismus und Widerstand

 

Die RSO beschäftigt sich seit Jahren mit den unterschiedlichen Auswirkungen des Kapitalismus auf Mensch und Natur. Mit den Schulstreiks #fridayforfuture entsteht eine Jugendbewegung, die die Notwendigkeit einer dringenden Veränderung der Art wie wir Wirtschaften und Leben, aufzeigt. Wir bringen uns nach Möglichkeit mit unseren Positionen in der Bewegung ein und zeigen die Verbindung zwischen Kapitalismus und Klimawandel auf. 

Zehntausende SchülerInnen streiken momentan weltweit jeden Freitag für das Klima. Sie geben sich nicht mit den bescheidenen Maßnahmen der Politik zufrieden. Sie fordern etwa den Ausstieg aus der Kohlekraft sowie das Verhindern der weiteren Erderwärmung und des Anstiegs des Meeresspiegels. Es geht um die Zukunft, den Planeten, einen Systemwechsel.

Seit Ende November demonstrieren in zahlreichen Ländern junge Menschen gegen die Klimapolitik der Regierungen. Besonders in Schweden, Belgien, Deutschland und in der Schweiz schlossen sich Zehntausende Schüler*innen der Bewegung an. In Paris kam es am 8. Dezember zu einer großen Klimademonstration, die auch die sozialen Anliegen der Gelbwestenbewegung aufgriff. Nun gibt es auch in Österreich die ersten erfolgversprechenden Aktionen von Schüler*innen. Sie handeln richtig. Greifen wir ihren Schwung auf. Wir brauchen radikale Antworten.

 

Überschwemmungen, Unwetter, Dürre, Wasserknappheit, Waldbrände, Wirbelstürme – die Nachrichten sind wie aus einem apokalyptischen Film. Prognosen zufolge wird das 21. Jahrhundert kein gutes Ende nehmen, wenn der Klimawandel nicht aufgehalten wird. Doch wie kann das erreicht werden?

Interview mit Goto Van Kern, Junge Antikapitalist*innen

Seit Anfang Januar finden in Belgien Klimademonstrationen statt, an denen mehrere zehntausend Schüler*innen und Student*innen teilnehmen. Diese Mobilisierungen sind Teil einer globalen Bewegung, über die wir hier mit Goto Van Kern, einem Studenten an der Universität für Bibliotheks- und Dokumentationswissenschaften und Aktivisten für bei den Jungen Antikapitalist*innen (Jeunes anticapitalistes (JAC)), unterhalten.

Der Klimawandel ist ganz real und eine Bedrohung für die Menschheit. Das bestreitet heutzutage kaum jemand mehr. Offiziell fühlt sich die Politik dem Kampf gegen den Klimawandel verpflichtet. Aber eine wirkliche Lösung ist weit und breit nicht zu sehen. Für uns ist klar: innerhalb dieses kapitalistischen Systems wird sich die ökologische Krise weiter zuspitzen anstatt gelöst zu werden. Über Ursachen und tatsächliche Alternativen.

Deutschland, Österreich und Tschechien waren im Juni (2013, Anm.) von verheerenden Hochwasser betroffen. Diese forderten sogar einige Todesopfer und richteten enormen Schaden an Häusern an. Doch Schuld an solchen Ereignissen hat keinesfalls die anonyme „Natur“. Das Entstehen und die Auswirkungen solcher Unwetter hängt vielmehr eng mit dem Funktionieren der kapitalistischen Gesellschaft selbst zusammen. Eine grundlegende Analyse.

Wer ist die RSO?
 
Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) arbeitet am Aufbau einer Organisation, die in Kämpfen eine Perspektive über den Kapitalismus hinaus aufzeigen kann. Wir nehmen an Demonstrationen und Aktionen teil, diskutieren solidarisch über unser Verständnis von Politik und welche Strategien wir brauchen und tauschen uns mit anderen AktivistInnen aus. Wir sind in Wien aktiv, haben aber Kontakt zu Gruppen und AktivistInnen in anderen österreichischen Städten und anderen Ländern.
 
Für Revolution und Sozialismus einzutreten, bedeutet über den engen Kreis der Linken hinauszuwirken und unsere Ideen in der ArbeiterInnenklasse zu verbreiten. Wir geben deswegen seit mehreren Jahren das Betriebsflugblatt Klartext in Wiener Krankenhäusern heraus, mit dem wir Missstände anprangern, KollegInnen ein Sprachrohr bieten und versuchen, Basisaktivitäten zu vernetzen. Mit anderen AktivistInnen gemeinsam haben wir die Initiative Care Revolution aufgebaut und diverse Demonstrationen und Protestaktionen organisiert
 
Für uns ist der Kampf gegen konkrete Ausbeutung am Arbeitsplatz, Unterdrückung durch Sexismus und Rassismus und die katastrophale Umweltzerstörung immer Verbunden mit einem Kampf gegen den Kapitalismus, der eine solidarisches Zusammenleben verhindert.