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Was macht die RSO? Drucken E-Mail
Geschrieben von RSO, aktualisierte Version April 2010   
Montag, 08 Juni 2009

Die RSO (Revolutionär Sozialistische Organisation) wurde 2007 gegründet. Sie ist eine Fusion aus zwei Organisationen, der AGM (Arbeitsgruppe Marxismus) und der AL-Antifaschistische Linke. Die RSO hat derzeit Gruppen in Wien, Berlin und Zürich. Wir verstehen uns als RevolutionärInnen und MarxistInnen. Im folgenden Text wollen wir beschreiben, wo unsere Schwerpunkte liegen, was wir tun und wie wir unsere politische Arbeit voranbringen wollen.

 

Genug ist nicht genug!

Viele beteiligen sich heute an Demonstrationen, an Streiks in Betrieben, in der Schule oder auf den Unis oder an anderen Protestaktionen. Das ist gut, doch unserer Meinung nach ist es nur ein erster Schritt. Wofür die RSO steht, ist eine Zusammenführung verschiedener Proteste und ihre Ausweitung. Das Problem ist oft, dass Menschen kurzfristig aktiv werden und sich dann wieder zurückziehen. Wir aber denken, dass es Kontinuität braucht. Wir denken, dass es sinnvoll ist, sich regelmäßig zu treffen, um über die nächsten Schritte zu beraten. Und wir denken, dass es wichtig ist, sich weiterzubilden, das kapitalistische System nicht nur aus dem Bauch heraus zu bekämpfen, sondern es auch zu verstehen.

Gemeinsam diskutieren – gemeinsam handeln!

Wir sind eine demokratische Organisation. Wir haben uns nach dem Prinzip des „demokratischen Zentralismus“ organisiert. Das bedeutet, dass es bei uns intern die freieste Debatte gibt und wir dann nach dem Ende der Debatte gemeinsam mit den gefassten Beschlüssen auftreten. Das bedeutet auch, dass bei uns jene entscheiden, die dann die Entscheidungen auch umsetzen. Wir wollen also nicht möglichst viele Mitglieder am Papier, sondern wir wollen mündige AktivistInnen.

Da arbeiten, wo es ihnen weh tut: im Betrieb!

Unser grundlegender Ansatz ist, dass die Lohnabhängigen durch ihre besondere Rolle in der Gesellschaft an den Schalthebeln der Macht sitzen. Wenn StudentInnen oder SchülerInnen streiken, ist das gut, es tut dem System aber kaum weh. Wenn es aber keinen Strom gibt, keinen Nahverkehr und die Fabriken still stehen, sieht das anders aus. Daher glauben wir, dass es für eine revolutionäre Organisation notwendig ist, sich in den Betrieben zu verankern. In Wien beispielsweise haben wir zwei Betriebsgruppen, eine davon für die KollegInnen des kommunalen Energieversorgers Wienstrom. Wir geben dort gemeinsam mit KollegInnen aus dem Betrieb ein monatliches Betriebsflugblatt heraus, die „Stromstärke“. Die Stromstärke wird an verschiedenen Standorten des Konzerns verteilt. Wir sind sehr daran interessiert, eine solche Arbeit auf immer mehr Betriebe auszuweiten.

Im öffentlichen Raum präsent sein!

Wir beteiligen uns an Mobilisierungen, an Demonstrationen und wir organisieren auch eigene Veranstaltungen zu verschiedensten Themen. Wir sind im öffentlichen Raum zusätzlich mit Plakaten und Aufklebern präsent. Wir arbeiten auch mit anderen Organisationen zusammen. Insbesondere stehen wir in regelmäßigem Austausch und in Kooperation mit revolutionären Organisationen in anderen Ländern. Wir sehen das nicht nur als Bereicherung, sondern als Ansatzpunkt für revolutionären Internationalismus in der Praxis

Gegen Unterdrückung kämpfen!

Frauen, MigrantInnen, sexuelle Minderheiten und manche andere Gruppen sind von den Auswirkungen des Systems doppelt betroffen, als Lohnabhängige und als besonders unterdrückte Schichten. Wir versuchen hier, aktiv entgegenzuwirken und eine entsprechende politische Praxis nach Innen und Außen zu etablieren. Wir beteiligen uns an antirassistischen und antisexistischen Mobilisierungen. Eigene Treffen der Frauen in der RSO finden regelmäßig statt. Wir setzen uns auch theoretisch mit Unterdrückungsmustern auseinander und haben bereits eine Anzahl von Büchern zu verschiedenen Aspekten der Frauenunterdrückung und Frauenbefreiung publiziert.

Auf den Unis und in den Schulen für den Klassenkampf!

Wir sind auch auf den Universitäten regelmäßig aktiv. Neben inhaltlichen Schwerpunkten beteiligen wir uns auch im Rahmen unserer Möglichkeiten an studentischen Protesten. Wir denken aber, dass politische Aktivität nicht auf die Uni beschränkt sein darf, sondern in einen größeren Kampf für die Veränderung der gesamten Gesellschaft eingebettet sein muss. In Wien arbeiten wir im Rahmen der Unigruppe der RSO Wien, in Zürich versuchen wir, uns mit Öffentlichkeitsarbeit wie Plakaten und Klebern auf der Uni zu verankern.

In Wien und Berlin arbeiten wir auch im Jugendbereich. Die Jugendgruppe der RSO Wien sowie die RSO Berlin intervenieren mit marxistischen Positionen auch in Schulen.

Weiterbilden!

Wir machen für unsere AktivistInnen zahlreiche Bildungsangebote und haben neben regelmäßigen öffentlichen Treffen auch viele interne Bildungsangebote in Form von Seminaren, Lesekreisen oder Schulungen, die den AktivistInnen offen stehen. Nach außen treten wir nicht nur mit unseren Veranstaltungen oder Interventionen auf, sondern auch mit unseren Publikationen. Die RSO und ihre Vorläuferorganisationen haben bisher über 30 Bücher und knapp 60 Broschüren herausgeben. Daneben betreuen wir unsere Page www.sozialismus.net, auf der Artikel zu verschiedensten Themengebieten publiziert werden.

Aufeinander achten!

Unser Ziel ist, längerfristig zusammenzuarbeiten, denn eine neue Welt wird nicht an einem Tag gebaut. Daher müssen wir auch mit unseren Ressourcen sorgsam umgehen und auch auf die Bedürfnisse von älteren GenossInnen, GenossInnen mit Kindern etc. achten. Wir wollen eine langfristige Perspektive für eine Zusammenarbeit mit einer politischen Organisation geben.

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