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CWI und IMT - Die Militant-Tendenz und ihre Nachfolger Drucken E-Mail
Geschrieben von RSO   
Dienstag, 10 Februar 2009
Die Existenz von verschiedenen Organisationen mit revolutionärem, trotzkistischem Anspruch ist für Außenstehende oft nur schwer zu verstehen. Die Zersplitterung dieses politischen Spektrums ist dabei nicht in erster Linie Ausdruck von Sektierertum, sondern vielmehr Ergebnis von jahrzehntelanger relativer kapitalistischer Stabilität und damit einhergehender reformistischer Dominanz in der ArbeiterInnenbewegung.

Die zunehmenden Widersprüche und Krisen des kapitalistischen Systems werden für revolutionäre Strömungen neue Möglichkeiten eröffnen und ihre politischen Konzepte austesten. Intensive Klassenkämpfe können zu Annäherungen und Zusammenschlüssen von Kräften mit revolutionärem Anspruch führen. Teilweise werden die oft erheblichen politischen Unterschiede zwischen Organisationen aus trotzkistischer Tradition in der Praxis aber auch zu sehr verschiedenen Ausrichtungen und Auseinandersetzungen führen.

So sehr wir andauernde kleinliche Streitigkeiten zwischen Organisationen mit revolutionärem Anspruch als sinnlos und kontraproduktiv betrachten, so sehr finden wir es wichtig, inhaltliche Differenzen klar zu benennen. Es geht unter anderem darum, gegenüber an revolutionärer Organisierung Interessierten die politischen Unterschiede zwischen uns und anderen Strömungen deutlich zu machen – und zwar in Form einer grundlegenden und sachlichen Auseinandersetzung.

Wir legen hier eine ausführliche Kritik an den beiden „trotzkistischen“ Strömungen vor, die ihre Wurzeln in der britischen Militant-Tendenz haben: Das ist einerseits das CWI (Committee for a Workers International) mit der SAV (Sozialistische Alternative) in Deutschland und der SLP (Sozialistische LinksPartei) in Österreich sowie andererseits die IMT (International Marxist Tendency) mit den Funke-Gruppen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

Dass wir mit CWI und IMT Differenzen haben (und äußern), schließt keineswegs Kooperationen aus, wo das politisch sinnvoll ist. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist das Vorwärtsbringen der revolutionären Linken durch die Schärfung der programmatischen Klarheit und der richtigen taktischen Ausrichtung. Und schließlich werden dabei auch viele grundlegende Fragen des Marxismus aus unserer Sicht herausgearbeitet.

Die vorliegende Arbeit besteht aus 16 Kapiteln und einem Exkurs (siehe Inhaltsverzeichnis unten), von denen wir nun alle paar Tage eines hier online stellen werden. Die gesamte Arbeit ist auch als Buch (mit Illustrationen, Literatur-, Abkürzungs- und Personenverzeichnis) in unserem Webshop erhältlich.

Die Arbeit wurde weitgehend von Eric Wegner verfasst, der Exkurs 4a aber stammt von Karl Grabke.

 

 ",CWI & IMT` zeigt, wie sich die Markenzeichen der SAV-Politik historisch entwickelten. (...) Und das in einem Stil, der kritisch ist, ohne wie eine pompöse Ankündigung der reinen Lehre zu wirken."

- Wladek Flakin in der jungen Welt vom 30.03.2009 -

 

 

Editorial 

1. Die Anfänge der Militant-Tendenz

2. Probleme des Entrismus

3. Aufstieg zu einer eigenständigen internationalen Tendenz

4. Massenorganisationen und Klassenbewusstsein 

4a. Exkurs: Krisentheorie bei Militant 

5. Wachsender Einfluss und politische Anpassung 

6. Staat und Parlamentarismus

7. Der „Great Miner´s Strike“, Liverpool und das Versagen von Militant

8. Verpasste Chancen in Liverpool und den LPYS

9. Die Poll-Tax-Bewegung 

10. Die Spaltung von Militant und CWI

11. Die Neupositionierung des CWI

12. CWI in der Krise 

13. CWI aktuell 

14. Entstehung und Entwicklung der IMT

15. „Molekularprozess“ und Dauerentrismus à la IMT 

16. IMT-Anpassung an den Chavismus und die Frage des Staates

 

 

 

 

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