Nr. 21 Imperialismus und marxistische Theorie
 
Teil 2: Von der frühen Komintern zur Vierten Internationale 

September 2002, 110 Seiten A5, Hochglanz, 7 Euro
ISBN 3-901831-17-7

Mit der schrittweisen Durchsetzung einer "Neuen Weltordnung" durch USA & Co., mit der sogenannten "Globalisierung" und dann auch mit der Post-Seattle-Bewegung hat sich in den letzten Jahren in der Linken wieder eine verstärkte Diskussion um das Verständnis des kapitalistischen Weltsystems entwickelt. Damit ist auch das Interesse an marxistischen Imperialismustheorien gestiegen.

Die Arbeitsgruppe Marxismus (AGM) hat bereits 1996 eine Arbeit zum Thema veröffentlicht: "Imperialismus & marxistische Theorie, Teil 1: Die "Klassiker'". Darin hatten wir die entsprechenden Ansatzpunkte bei Karl Marx und Friedrich Engels, die Konzeptionen von Rudolf Hilferding, Rosa Luxemburg, Nikolai Bucharin und W.I. Lenin dargestellt und einer Kritik unterzogen. Mit "Die Globalisierungsdebatte - ein marxistischer Leitfaden durch eine widersprüchliche Diskussion" (1997) und "Kapitalistische Entwicklung und Krisen - eine marxistische Kritik der ^ÂRegulationsschule'" (1999) haben wir uns mit in der Linken zuletzt populären Erklärungsansätzen beschäftigt. Die Texte aller drei Bände sind auf unserer website greifbar. Hier legen wir nun den Teil 2 unserer Arbeit zu "Imperialismus & marxistische Theorie" vor. Darin setzen wir uns mit den Positionsentwicklungen der frühen Kommunistischen Internationale und der trotzkistischen Bewegung bis zum Zweiten Weltkrieg auseinander und arbeiten dabei auch spezifische theoretische Beiträge von Leo Trotzki zu diesen Fragen heraus. Es wird gezeigt, welche imperialismus- und krisentheoretischen Ansätze auch für das Verstehen der heutigen Realität wesentlich sind, aber auch, wo in der frühen Komintern und bei den Trotzkist.inn.en Schwächen lagen.

Ergänzt wird diese Nummer von "Marxismus" durch Anhänge zu Fragen, die mit marxistischer Imperialismustheorie in Zusammenhang stehen: erstens mit unserer "Skizze der internationalen Lage 2002" eine überblicksmäßige Weltlageeinschätzung; zweitens einige Überlegungen zur imperialistischen Rivalität zwischen den USA und der Europäischen Union; drittens eine Auseinandersetzung mit einer trendigen Sichtweise des kapitalistischen Weltsystems, nämlich mit Antonio Negris "Empire"; und viertens eine Kritik an einer Form des Negrianismus in der Praxis, an den italienischen "Tute Bianche" und ihrem pseudoradikalen zivilgesellschaftlichen Reformismus.

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